Enterprise Content Management (ECM) umfasst Strategien, Methoden und Werkzeuge, um sämtliche unstrukturierten Informationen eines Unternehmens über ihren gesamten Lebenszyklus zu verwalten: von der Erfassung über Bearbeitung, Zusammenarbeit und Verteilung bis zur revisionssicheren Aufbewahrung und Löschung. Dazu zählen Dokumente und E-Mails ebenso wie Verträge, Zeichnungen, Formulare, Bilder und Inhalte aus Fachanwendungen. Ein ECM ist damit weniger ein einzelnes Produkt als eine unternehmensweite Informationsplattform.
Ein Dokumentenmanagement-System ist ein zentraler Baustein davon, ECM geht jedoch weiter. Es verbindet Dokumentenmanagement mit Records Management, also der regelgerechten Verwaltung aufbewahrungspflichtiger Unterlagen, mit Archivierung, Input-Management, Collaboration und Prozessautomatisierung. Ein ECM lohnt sich, wenn Informationen über viele Systeme, Standorte und Abteilungen verteilt sind, wenn unterschiedliche Aufbewahrungs- und Löschfristen gelten oder wenn Prüfungen, Zertifizierungen und Datenschutzanfragen regelmäßig erheblichen Suchaufwand verursachen. Gleiches gilt bei Zukäufen und Standorterweiterungen.
Webect beginnt jedes ECM-Projekt mit einer Informationsarchitektur: Welche Informationsarten gibt es, wem gehören sie, wie lange müssen sie aufbewahrt werden, wer darf sie sehen? Daraus entstehen Aktenplan, Metadatenmodell, Berechtigungs- und Aufbewahrungskonzept. Für die Umsetzung empfehlen wir herstellerunabhängig die passende Plattform – etwa ELO als umfassende ECM-Suite, DocuWare für prozessorientiertes Dokumentenmanagement in der Cloud oder SharePoint mit Microsoft Purview für Unternehmen mit konsequenter Microsoft-365-Strategie. Häufig ist auch eine Kombination sinnvoll, etwa SharePoint für die Zusammenarbeit und ein Archivsystem für die revisionssichere Aufbewahrung.
Neben der Plattform liefern wir Integrationen in ERP, CRM und Fachanwendungen, migrieren Bestände aus Fileservern und Altsystemen und automatisieren dokumentenbasierte Prozesse. Ein begleitendes Change Management sorgt dafür, dass die neue Informationsordnung im Alltag gelebt wird. Die Umsetzung erfolgt schrittweise, in 2-Wochen-Sprints und mit Festpreis nach der Konzeptphase. Jede Ausbaustufe liefert eigenständigen Nutzen, sodass sich Investitionen über die Zeit verteilen und das Projektrisiko gering bleibt.