Ein Penetrationstest (kurz Pentest) ist eine autorisierte, kontrollierte Sicherheitsprüfung, bei der Fachleute Ihre Systeme mit den Methoden realer Angreifer untersuchen. Anders als ein reiner Schwachstellenscan, der automatisiert bekannte Lücken auflistet, kombiniert ein Pentest Werkzeuge mit manueller Analyse: Testerinnen und Tester verketten Schwachstellen, prüfen Geschäftslogik und Berechtigungen und zeigen, wie weit ein Angreifer tatsächlich kommen würde. Das Ergebnis ist kein Gefühl von Sicherheit, sondern ein belastbares Bild Ihres tatsächlichen Risikos.
Typische Anlässe für Penetration Testing sind der Go-live einer neuen Webanwendung oder eines Kundenportals, größere Änderungen an Infrastruktur oder Cloud, Anforderungen aus ISO 27001, TISAX, NIS2 oder Kundenaudits, Fragebögen von Cyberversicherungen sowie die Überprüfung nach einem Sicherheitsvorfall. Viele Unternehmen testen kritische Systeme zudem in regelmäßigen Abständen, etwa jährlich, weil sich Bedrohungslage und Systemlandschaft ständig verändern.
Webect prüft dort, wo wir auch entwickeln und betreiben: Webanwendungen und APIs nach OWASP-Methodik, interne und externe Netzwerke, Active Directory mit Blick auf Rechteausweitung und seitliche Bewegung sowie Microsoft 365, Entra ID und Cloud-Konfigurationen in Azure und AWS. Weil wir Anwendungen aus der Individualsoftware- und API-Entwicklung kennen, formulieren wir Maßnahmen so, dass Entwicklungsteams sie direkt umsetzen können.
Jeder Test beginnt mit einer schriftlichen Beauftragung, klar definiertem Umfang, Testzeitraum und Ansprechpartnern – denn ein Angriff auf fremde Systeme ohne Einwilligung ist strafbar. Am Ende stehen ein Management Summary, eine technische Beschreibung jeder Schwachstelle mit Risikobewertung nach CVSS und nachvollziehbaren Belegen sowie konkrete Empfehlungen. Behebungen setzen wir auf Wunsch selbst um, etwa in der Netzwerksicherheit, und prüfen sie im Retest. Pentest-Ergebnisse fließen zudem in Ihr ISMS ein.