Prozess vor Technik klären
Bevor Sie Angebote einholen, lohnt es sich, den betroffenen Ablauf einmal vollständig aufzuschreiben: Wer erfasst welche Daten, in welchem System, und wo wird heute doppelt gearbeitet? Gerade in Logistik und Großhandel zeigt sich dabei oft, dass nicht die Website das Problem ist, sondern die Übergabe zwischen Systemen. Eine gute Agentur fragt genau danach und will Beispieldaten sehen, bevor sie Aufwände schätzt. Seien Sie skeptisch, wenn ein Anbieter ohne Blick auf Ihre bestehende Software ein fertiges Produkt verspricht. Fragen Sie außerdem, welche Schnittstellen der Anbieter schon gebaut hat und wie er mit Systemen umgeht, für die es keine dokumentierte API gibt.
Budget realistisch einschätzen
Die Kosten hängen weniger vom Design ab als von der Zahl der angebundenen Systeme und der Qualität der vorhandenen Daten. Eine Unternehmenswebsite mit CMS ist in wenigen Wochen umsetzbar, ein Kundenportal mit ERP-Anbindung braucht deutlich mehr Abstimmung. Lassen Sie sich Angebote in Etappen mit eigenem Nutzen aufteilen: Zuerst ein schlanker Prototyp, dann der produktive Kern, danach Erweiterungen. So können Sie nach jeder Etappe entscheiden, ob und wie es weitergeht. Achten Sie darauf, dass Hosting, Wartung und Sicherheitsupdates im Angebot enthalten oder separat beziffert sind. Wir weisen diese laufenden Kosten immer getrennt aus, damit Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre vergleichen können.
Zusammenarbeit über rund 450 Kilometer
Die Entfernung zwischen Winnenden und Dortmund spielt im Projektalltag kaum eine Rolle, wenn die Zusammenarbeit klar geregelt ist. Wir starten mit einem Erstgespräch per Video, danach folgt bei größeren Vorhaben ein Workshop vor Ort, oft direkt im Lager, in der Disposition oder im Kundenservice. Anschließend arbeiten wir in zweiwöchigen Sprints mit Demo per Bildschirmfreigabe und einem Ticketsystem, in dem Sie jeden Stand nachvollziehen. Für Tests mit echten Anwendern, Schulungen und den Go-live kommen wir nach Absprache wieder nach Dortmund. Zwischen den Terminen erreichen Sie Ihr Projektteam über die vereinbarten Kanäle, und Entscheidungen werden schriftlich festgehalten.
Förderung für Digitalprojekte in NRW
Kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen können nach unserem Kenntnisstand über das Landesprogramm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) Zuschüsse für Digitalisierungs- und Innovationsprojekte beantragen. Ergänzend bietet die NRW.BANK Finanzierungen für Digitalisierungsinvestitionen an. Programme, Fördersätze und Antragsfenster ändern sich jedoch regelmäßig, deshalb sollten Sie den aktuellen Stand vor Projektbeginn prüfen, zum Beispiel über die IHK zu Dortmund oder die städtische Wirtschaftsförderung. Wichtig ist fast immer: Der Antrag muss gestellt werden, bevor Sie den Auftrag vergeben. Wir unterstützen Sie mit einer Projektbeschreibung und einer nachvollziehbaren Aufwandsschätzung, die Sie für den Antrag nutzen können. Ob sich Landesmittel mit Bundesprogrammen kombinieren lassen, regeln die jeweiligen Richtlinien.