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Digitalisierung & DMS13 Min. Lesezeit

ELOoffice für kleine Unternehmen: Leitfaden & Stand 2026

ELOoffice war das DMS für kleine Büros, doch der Verkauf ist eingestellt und der Support endet am 31.12.2026. Dieser Leitfaden zeigt Funktionen, GoBD- und E-Rechnungs-Aspekte und die nächsten Schritte für Bestandskunden.

ELOoffice (oft auch „ELO Office“ geschrieben) war über viele Jahre das Einstiegsprodukt der Stuttgarter ELO Digital Office GmbH: ein Dokumentenmanagement-System (DMS) für Selbstständige, Büros und kleine Unternehmen mit bis zu zehn Anwendern.

Die wichtigste Nachricht vorweg: ELO hat den Verkauf von ELOoffice eingestellt, und der Support für ELOoffice 11 läuft laut Hersteller nur noch bis zum 31. Dezember 2026. Dieser Leitfaden erklärt deshalb beides: was ELOoffice leistet und wo seine Grenzen liegen, und was Bestandskunden jetzt, wenige Wochen vor dem Supportende, konkret tun sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Produkt: ELOoffice ist ein Windows-basiertes DMS für kleine Teams. Die letzte Hauptversion ist ELOoffice 11, das letzte dokumentierte Update trägt die Versionsnummer 11.02.004.
  • Status: Der Verkauf ist eingestellt (Herstellerinformation vom September 2024), der ELOoffice-Shop wurde zum 31.10.2024 geschlossen. Feature-Updates gibt es nicht mehr, Sicherheitsupdates laut ELO weiterhin bis zum Supportende.
  • Supportende: 31.12.2026. Danach betreiben Sie eine Software ohne Herstellerunterstützung.
  • Nachfolger: Für Kunden von ELOoffice 11 bietet ELO als Alternativprodukt ELOprofessional for Small Business an, eine Cloud-Lösung im Abonnement für 3, 5 oder 10 Nutzer.
  • GoBD: ELOoffice bringt wichtige Funktionen für die rechtskonforme Archivierung mit. Die GoBD-Konformität entsteht aber immer erst aus Software, Organisation und Verfahrensdokumentation zusammen.
  • E-Rechnung: Eine offizielle Unterstützung für die strukturierte Verarbeitung von XRechnung und ZUGFeRD ist für ELOoffice nicht dokumentiert. Die ELO-Nachfolgelösungen werben dagegen ausdrücklich mit E-Rechnungsfähigkeit.

Was ist ELOoffice?

ELOoffice ist eine lokal installierte DMS-Software für Microsoft Windows. Sie überträgt das Ordnungsprinzip klassischer Aktenführung in die digitale Welt: Dokumente liegen in Aktenschränken, Ordnern und Registern, werden mit Schlagworten (Indexdaten) versehen und lassen sich über Such- und Filterfunktionen wiederfinden. ELO selbst hat ELOoffice als „perfekten Einstieg in die Welt des digitalen Dokumentenmanagements“ beschrieben, gedacht für Selbstständige, kleine Büros und Einzelarbeitsplätze.

Einordnung in die ELO-Produktfamilie

Innerhalb des ELO-Portfolios war ELOoffice die kleinste Ausbaustufe. Darüber stehen die Server-Produkte der ELO ECM Suite: ELOprofessional als modulare Client-Server-Lösung für den Mittelstand und ELOenterprise als plattformunabhängige, mandantenfähige Lösung für große Unternehmen. Technisch unterscheidet sich ELOoffice deutlich von diesen Systemen: Es arbeitet mit einer Fileserver-Architektur und einer integrierten Datenbank-Engine statt mit einem eigenen Archivserver und einer separaten Datenbank wie Microsoft SQL Server oder PostgreSQL. Den ausführlichen Vergleich lesen Sie im Beitrag zum Umstieg von ELOoffice auf ELOprofessional. Einen Überblick über die gesamte Plattform bietet unsere Seite zu ELO ECM.

Aktueller Stand: Verkaufsende und Support bis Ende 2026

Im September 2024 hat ELO mitgeteilt, dass der Verkauf von ELOoffice eingestellt wurde. Der Hersteller nennt folgende Eckpunkte:

  • Der Support für ELOoffice steht bis zum 31.12.2026 zur Verfügung (Telefon, E-Mail, Support-Formular).
  • Es wird keine Feature-Updates mehr geben, Sicherheitsupdates werden weiterhin bereitgestellt.
  • Der ELOoffice-Shop wurde zum 31.10.2024 eingestellt.
  • Für Bestandskunden von ELOoffice 11 gibt es ein Alternativprodukt: ELOprofessional for Small Business (vorgestellt im Mai 2025).

Für Anwender heißt das: Die Software funktioniert weiter, aber ab Januar 2027 ohne Herstellersupport und Sicherheitsupdates. Für ein Archiv mit steuerrelevanten Unterlagen ist das ein ernstzunehmendes Risiko.

Funktionen von ELOoffice im Überblick

Der Funktionsumfang zeigt, was Ihr Team heute nutzt und was ein Nachfolgesystem mindestens abdecken muss. Die Angaben stammen aus der offiziellen Funktionsübersicht und Produktbroschüre zu ELOoffice 11.

Ablage und Ordnerstruktur

Herzstück ist das ELO-Archiv mit bis zu vier Archiven und je 32 Archivebenen. Die Ablage folgt der bekannten Logik aus Aktenschrank, Ordner und Register. ELOoffice 11 liefert eine Standard-Archivvorlage mit, unter anderem mit Rechnungseingang, Akten, Ablagemasken und Beispieldokumenten, die sich an eigene Anforderungen anpassen lässt. Weitere Funktionen rund um die Ablage:

  • Ablagemasken und Verschlagwortung: Eigene Ablage- und Suchmasken definieren, Indexinformationen erfassen und daraus Ablagepfade automatisch anlegen lassen.
  • Lernfähiger Ablageassistent: Schlägt auf Basis bisheriger Ablagen passende Ziele vor.
  • ELO Dropzone: Ablagekacheln für bestimmte Dokumenttypen, etwa „Angebote“. Dokumente werden per Drag & Drop auf die Kachel gezogen und automatisch verschlagwortet abgelegt.
  • Dublettencheck: Verhindert, dass dasselbe Dokument mehrfach im Archiv landet.
  • Microsoft-Office-Integration: Dokumente aus Word, Excel und PowerPoint mit einem Klick ablegen. Laut Funktionsübersicht wird auch OpenOffice unterstützt.

Volltextsuche und OCR

ELOoffice bietet eine schnelle Direktsuche, individuell anpassbare Such- und Filterfunktionen sowie eine Volltextrecherche. Mit Version 11.02 (August 2020) kam die Möglichkeit hinzu, beliebige PDF-Dateien per OCR in den Volltext aufzunehmen, entweder direkt bei der Ablage oder nachträglich. Aktiviert wird das in der Konfiguration unter „Suche“ über die Option „OCR für PDF-Dokumente verwenden“.

Praktisch im Alltag ist ELO Click&Find: Sie markieren einen Begriff, etwa eine Bestellnummer in einer E-Mail oder auf einer Website, und erhalten per Mausklick alle zugehörigen Dokumente aus dem Archiv. Die ELOoffice Texterkennung übernimmt zudem Informationen aus Dokumenten per Klick in die Schlagwortfelder und kann Vorlagen für wiederkehrende Belege speichern.

Scannen und Posteingang

Papierdokumente werden über einen Scanner erfasst, der per Schnittstelle direkt an ELOoffice angebunden ist. Gescannte Dokumente landen zunächst in der ELO Postbox, dem digitalen Posteingang. Dort werden sie gesichtet, verschlagwortet und anschließend ins Archiv übertragen. Für wiederkehrende Belege desselben Absenders, typischerweise Eingangsrechnungen oder Lieferscheine, erkennt ELO Scan&Archive laut Hersteller die Belege automatisch, liest relevante Informationen aus und legt sie an der richtigen Stelle ab. Dazu kommen individuelle Scanprofile, Bildverbesserung und Stapelverarbeitung.

E-Mail-Ablage mit Outlook

Über die Microsoft-Outlook-Integration lassen sich E-Mails projektbezogen archivieren. Suchbegriffe werden automatisch aus der E-Mail übernommen, eine automatische E-Mail-Ablage per Synchronisierung ist ebenfalls möglich. Mit Version 11.02 hat ELO Darstellungs- und Drag-&-Drop-Probleme mit 64-Bit-Outlook behoben und einen neuen Outlook-Viewer ergänzt. Ausgangspost erledigt ELO Print&Archive: Drucken, Archivieren und Versenden als PDF in einem Arbeitsschritt, gesteuert über Ablageregeln.

Versionierung und Teamarbeit

Für die Zusammenarbeit im kleinen Team bietet ELOoffice Check-in und Check-out, eine Versionshistorie und den Vergleich unterschiedlicher Versionen eines Dokuments. Allgemeine und persönliche Haftnotizen, Stempel sowie optional elektronische Signaturen ergänzen die Bearbeitung. Zugriffsrechte werden über eine Anwender- und Schlüsselverwaltung vergeben. Unterwegs lassen sich ausgewählte Ordner per ELO MobileConnector auf Smartphone oder Tablet synchronisieren, einen Webclient bietet ELOoffice jedoch nicht.

Wiedervorlage und Automatisierung

Schon bei der Ablage lässt sich ein Wiedervorlagetermin anlegen, etwa für Vertragsfristen oder offene Angebote. Dazu kommen die Überwachung von Aufbewahrungs- und Löschfristen, Stapelverarbeitung und Auswertungen per Klick zu Rechnungen, Verträgen oder Personalakten. Wichtig für die Erwartungshaltung: Eine Workflow-Engine mit mehrstufigen Freigabeprozessen, wie sie die ELO ECM Suite bietet, ist in den offiziellen ELOoffice-Unterlagen nicht beschrieben. Wer etwa eine Rechnungsfreigabe über mehrere Personen abbilden möchte, stößt hier an Grenzen.

Technische Eckdaten und Grenzen

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Rahmenbedingungen von ELOoffice 11 zusammen, wie ELO sie in der Funktionsübersicht und im Produktvergleich angibt:

MerkmalELOoffice 11
BetriebssystemMicrosoft Windows (unter Windows 11 Home/Pro laut ELO-Tests ohne Auffälligkeiten)
ArchitekturFileserver-Architektur, kein eigener Archivserver
Anwenderbis zu 10 pro Netzwerk
Archivemax. 4, je 32 Archivebenen
Dokumentebis zu 200.000 pro Archiv, insgesamt bis zu 800.000
LangzeitformatePDF/A und TIFF
ClientsWindows-Client, Office- und Outlook-Integration, mobile Apps zur Synchronisierung
Weiterentwicklungkeine Feature-Updates mehr, Support bis 31.12.2026

Laut ELO reicht ein Archiv mit 200.000 Dokumenten bei zehn Dokumenten pro Tag rund 54 Jahre. Die eigentliche Grenze ist also nicht die Kapazität, sondern die fehlende Weiterentwicklung, die Bindung an Windows und das nahende Supportende.

Stichwortliste für den Projektstatus in der ELO Administration Console mit Status von Angelegt bis Archiviert
Zentrale Konfiguration in der ELO Administration Console: Stichwortlisten sorgen für einheitliche Status- und Ablagewerte im ganzen Team. Screenshot aus einem Webect-Kundenprojekt.

GoBD und revisionssichere Archivierung

Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) verlangen unter anderem, dass steuerrelevante Unterlagen vollständig, unveränderbar, nachvollziehbar und jederzeit lesbar aufbewahrt werden. Häufig wird gefragt, ob ELOoffice „GoBD-zertifiziert“ ist. Die ehrliche Antwort: Eine Software allein kann die GoBD nicht erfüllen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technik, Organisation und Dokumentation.

Was ELOoffice technisch beiträgt

  • Langzeitformate: Archivierung in PDF/A und TIFF.
  • Integritätsprüfung: Eine Checksummen-Funktion, um Veränderungen an Dokumenten erkennbar zu machen.
  • Versionierung: Änderungen werden als neue Versionen mit Historie gespeichert.
  • Rechte und Verschlüsselung: Rechtevergabe über Anwender- und Schlüsselverwaltung, laut Funktionsübersicht mit einem 128-Bit-Verschlüsselungsalgorithmus.
  • Fristen: Unterstützung beim Einhalten von Aufbewahrungs- und Löschfristen.
  • Datensicherung: Ein integriertes Sicherungskonzept, das das Archiv auf frei wählbare Medien oder in eine Cloud-Umgebung sichert.

Was Sie organisatorisch leisten müssen

ELO weist in seinen eigenen Unterlagen ausdrücklich darauf hin, dass die Einhaltung bestimmter Rechtsvorschriften nicht als Produkteigenschaft zugesichert wird. Verantwortlich bleibt das Unternehmen. Für einen GoBD-konformen Betrieb brauchen Sie mindestens:

  • eine Verfahrensdokumentation, die beschreibt, wie Belege eingehen, erfasst, digitalisiert, abgelegt und aufbewahrt werden,
  • ein Berechtigungskonzept, das festlegt, wer Dokumente sehen, bearbeiten oder löschen darf,
  • eine regelmäßige, getestete Datensicherung mit dokumentierter Wiederherstellung,
  • Regeln für das ersetzende Scannen, falls Papierbelege nach der Digitalisierung vernichtet werden sollen,
  • die Sicherstellung des Datenzugriffs für die Betriebsprüfung über die gesamte Aufbewahrungsfrist.

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Bei der Fileserver-Architektur liegen die Archivdaten auf einem Netzlaufwerk. Wer dort Administratorrechte hat, kann Dateien grundsätzlich auch außerhalb von ELOoffice verändern oder löschen. Die Absicherung der Freigabe gehört deshalb zwingend in Ihr Berechtigungskonzept.

GoBD-Risiko nach dem Supportende

Die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege, Handelsbücher und Jahresabschlüsse beträgt in vielen Fällen acht bis zehn Jahre. Ein Archiv, das nach dem 31.12.2026 ohne Sicherheitsupdates und ohne Herstellersupport läuft, muss diese Zeit trotzdem überbrücken. Kompatibilitätsprobleme mit künftigen Windows- oder Office-Versionen sind dann Ihr Risiko. Planen Sie deshalb frühzeitig, wie Sie den Datenbestand in ein unterstütztes System überführen und wie Sie den Zugriff auf Altdaten für Prüfungen dauerhaft sicherstellen.

E-Rechnung: ZUGFeRD und XRechnung

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland im inländischen B2B-Geschäft E-Rechnungen empfangen können. Für das Ausstellen gelten Übergangsfristen: Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz müssen ab dem 1. Januar 2027 E-Rechnungen ausstellen, alle übrigen spätestens ab dem 1. Januar 2028. Eine E-Rechnung im Sinne des Gesetzes ist ein strukturiertes Datenformat, etwa XRechnung (reines XML) oder ZUGFeRD ab Version 2.0.1 (PDF mit eingebetteter XML-Datei). Ein einfaches PDF gilt nicht mehr als E-Rechnung.

Für die Archivierung heißt das: Maßgeblich ist der strukturierte XML-Teil. Er muss im Ursprungsformat und unveränderbar aufbewahrt werden. Und hier liegt die Lücke bei ELOoffice: Eine offizielle Unterstützung für das Auslesen, Visualisieren oder Prüfen von XRechnung- und ZUGFeRD-Daten ist für ELOoffice nicht dokumentiert. Sie können die Dateien zwar als Dokumente ablegen. Eine lesbare Darstellung einer reinen XRechnung, die automatische Übernahme der Rechnungsdaten in Schlagwortfelder oder die Weitergabe an die Buchhaltung bietet ELOoffice laut den offiziellen Unterlagen aber nicht.

Die ELO-Nachfolgelösungen sind hier weiter:

  • ELOprofessional for Small Business wird von ELO ausdrücklich als „E-Rechnungsfähig“ beschrieben.
  • ELO Invoice verarbeitet laut ELO Formate wie ZUGFeRD, XRechnung und FatturaPA inklusive automatischer Datenerkennung. Mehr dazu auf unserer Seite zu ELO Invoice.
  • ELO for DATEV erkennt laut DATEV-Marktplatz XRechnung und ZUGFeRD, verarbeitet sie automatisiert und archiviert sie im ELO-System, bevor die Buchung an DATEV übergeben wird. Details finden Sie unter ELO for DATEV.

Wer E-Rechnungen heute manuell als Datei in ELOoffice ablegt, sollte das Verfahren mit Steuerberatung und IT prüfen.

Für wen ist ELOoffice heute noch geeignet?

Neukunden können ELOoffice nicht mehr regulär erwerben, und eine Neueinführung wenige Wochen vor Supportende ergibt keinen Sinn. Relevant ist ELOoffice daher nur noch für Bestandskunden:

  • Kleine Büros mit überschaubarem Archiv (Kanzleien, Handwerksbetriebe, Agenturen, Praxen), die ELOoffice als reine Ablage nutzen: Sie können bis Ende 2026 weiterarbeiten, sollten aber jetzt die Migration planen.
  • Wachsende Unternehmen mit mehr als zehn Nutzern, Bedarf an Workflows, Webzugriff oder E-Rechnungsverarbeitung: Für sie ist ELOoffice schon funktional zu klein. Der Wechsel auf eine Server- oder Cloud-Lösung ist überfällig.

Welche Lösung für Sie passt, hängt von Nutzerzahl, Prozessen, vorhandener IT und der Frage Cloud oder On-Premises ab. Einen neutralen Überblick über Dokumentenmanagement-Lösungen für den Mittelstand finden Sie auf unserer Seite zu DMS-Lösungen.

ELOoffice sicher weiterbetreiben und ablösen in Schritten

Statt einer klassischen Einführung steht für die meisten ELOoffice-Anwender jetzt der geordnete Übergang an. Diese Schritte haben sich bewährt:

  1. Bestandsaufnahme: Welche ELOoffice-Version läuft (Ziel: 11.02.004)? Wie viele Archive, Dokumente, Nutzer und Arbeitsplätze gibt es? Welche Zusatzfunktionen (Scan&Archive, Dropzone, Print&Archive, Outlook-Integration) werden genutzt?
  2. Datensicherung prüfen: Vollständige Sicherung des Archivs inklusive Zusatzinformationen erstellen und eine Wiederherstellung testweise durchführen.
  3. Struktur dokumentieren: Archivaufbau, Ablagemasken, Schlagwortfelder, Berechtigungen und Wiedervorlagen schriftlich festhalten. Diese Dokumentation ist die Grundlage jeder Migration.
  4. Verfahrensdokumentation aktualisieren: Den aktuellen Ist-Zustand GoBD-gerecht beschreiben, auch als Nachweis für die Zeit bis zur Migration.
  5. Zielsystem auswählen: ELOprofessional for Small Business, eine ELO-Server-Lösung, ELO Cloud oder ein anderes DMS anhand Ihrer Anforderungen bewerten.
  6. Testmigration: Einen repräsentativen Teil des Archivs inklusive Metadaten und Versionen ins Zielsystem übernehmen und Vollständigkeit prüfen.
  7. Produktivmigration und Schulung: Stichtag festlegen, Daten übernehmen, Team schulen, Prozesse wie Scan und E-Mail-Ablage neu einrichten.
  8. Altsystem stilllegen: ELOoffice nach erfolgreicher Abnahme in einen Nur-Lese-Zustand versetzen oder kontrolliert außer Betrieb nehmen, mit dokumentiertem Verbleib der Altdaten.
Digitale Projektakte im ELO Java Client mit Statusleiste, Metadaten und Registern – Nachfolgesystem für ELOoffice
So sieht der Arbeitsalltag im Nachfolgesystem aus: eine digitale Projektakte in der ELO ECM Suite mit Statusleiste, Registern und Metadaten. Screenshot aus einem Webect-Kundenprojekt, vertrauliche Daten unkenntlich gemacht.

Kosten und Lizenzen

Offizielle, aktuell gültige Preise für ELOoffice gibt es nicht mehr, da das Produkt nicht mehr verkauft wird. In der Vergangenheit war ELOoffice als Kaufversion über den ELOoffice-Shop und zertifizierte Fachhändler erhältlich, ergänzt um die kostenlose Version ELOoffice free mit bis zu 500 Dokumenten. Der Shop ist seit dem 31.10.2024 geschlossen, Restlizenzen und Updates waren laut ELO nur noch bis zum 31.12.2024 über Fachhändler erhältlich.

Für das Alternativprodukt ELOprofessional for Small Business nennt ELO folgende Rahmenbedingungen:

  • Cloud-Lösung im Subscription-Modell, keine Kaufversion,
  • drei Pakete für 3, 5 oder 10 Nutzer,
  • nur für Kunden mit Sitz in Deutschland,
  • Voraussetzung ist ein Kaufnachweis für ELOoffice 11,
  • Vertrieb ausschließlich über autorisierte ELO Cloud Partner.

Konkrete Preise veröffentlicht ELO dafür nicht. Kalkulieren Sie neben der Subscription auch die Kosten für Migration, Einrichtung und Schulung ein.

FAQ zu ELOoffice

Wird ELOoffice noch verkauft?

Nein. ELO hat den Verkauf von ELOoffice eingestellt und den ELOoffice-Shop zum 31.10.2024 geschlossen. Als Alternative für Kunden von ELOoffice 11 bietet ELO die Cloud-Lösung ELOprofessional for Small Business über ELO Cloud Partner an.

Wie lange gibt es Support für ELOoffice 11?

Laut Hersteller bis zum 31.12.2026. Bis dahin gibt es Unterstützung per Telefon und E-Mail sowie Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen mehr.

Kann ich ELOoffice nach dem 31. Dezember 2026 weiter nutzen?

Technisch wird eine installierte Version zunächst weiterlaufen. Sie erhalten dann aber weder Support noch Sicherheitsupdates, und die Kompatibilität mit künftigen Windows- und Office-Versionen ist nicht mehr gewährleistet. Für ein Archiv mit steuerrelevanten Unterlagen ist ein dauerhafter Betrieb ohne Herstellersupport nicht zu empfehlen.

Ist ELOoffice GoBD-konform?

ELOoffice bietet Funktionen, die eine GoBD-konforme Archivierung unterstützen, etwa PDF/A, Versionierung, Checksummen, Rechteverwaltung und Fristenverwaltung. GoBD-Konformität entsteht aber erst zusammen mit Verfahrensdokumentation, Berechtigungskonzept und sauberem Betrieb. Eine Software allein ist nie „GoBD-konform“.

Kann ELOoffice E-Rechnungen verarbeiten?

Eine strukturierte Verarbeitung von XRechnung oder ZUGFeRD ist für ELOoffice nicht offiziell dokumentiert. Dateien lassen sich ablegen, aber nicht automatisch auslesen oder visualisieren. Für die E-Rechnung sind ELOprofessional for Small Business, ELO Invoice oder ELO for DATEV die passenderen Lösungen aus dem ELO-Umfeld.

Unterstützung durch Webect

Das Supportende von ELOoffice ist für viele kleine Unternehmen der Anlass, ihr Dokumentenmanagement grundsätzlich neu aufzustellen. Die Webect Digital Group aus Winnenden bei Stuttgart begleitet Sie dabei von der ersten Analyse bis zum Produktivbetrieb:

  • Bestandsaufnahme und Beratung: Wir analysieren Ihr ELOoffice-Archiv, Ihre Prozesse und Anforderungen und vergleichen passende Zielsysteme.
  • Einführung und Einrichtung: Wir unterstützen bei Ablagestruktur, Metadaten, Berechtigungen, Scan- und E-Mail-Prozessen sowie der E-Rechnungsverarbeitung.
  • Migration: Wir planen die Datenübernahme mit Testmigration, Vollständigkeitsprüfung und dokumentiertem Abschluss.
  • Schulung: Wir bereiten Ihr Team praxisnah auf das neue System vor, damit der Umstieg im Alltag funktioniert.

Sie möchten wissen, wie viel Zeit Ihnen bis zum Supportende bleibt und welcher Weg für Sie sinnvoll ist? Sprechen Sie uns an, wir verschaffen Ihnen schnell einen realistischen Überblick.

Quellen

Stand: 2. November 2026. Alle Herstellerangaben ohne Gewähr. Bitte prüfen Sie Fristen und Konditionen vor Entscheidungen direkt bei ELO oder einem ELO-Partner.

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