Odoo Kosten: Lizenz, Hosting & Einführung
Was kostet Odoo wirklich? Wir erklären die aktuellen Tarife mit offiziellen Preisen, die drei Betriebsmodelle, Einführung, Module und Upgrades und zeigen, wie Sie Ihre Gesamtkosten ohne Fantasiezahlen berechnen.
„Was kostet Odoo?“ ist meist die erste Frage, wenn ein mittelständisches Unternehmen über ein neues ERP-System nachdenkt. Anders als bei vielen ERP-Herstellern gibt es bei Odoo eine öffentliche Preisliste. Das macht den Einstieg transparent, verleitet aber auch zu einer gefährlichen Verkürzung: Die Odoo Kosten bestehen nicht nur aus dem Preis pro Benutzer. Hosting, Einführung, Schnittstellen, Eigenentwicklung, Upgrades und interner Aufwand bestimmen oft stärker, was ein Projekt am Ende kostet.
In diesem Beitrag ordnen wir alle Kostenbausteine ein: das aktuelle Lizenzmodell mit den Tarifen „Eine App Gratis“, Standard und Custom, die drei Betriebsmodelle Odoo Online, Odoo.sh und On-Premise, die Einführung, Module und Entwicklung sowie den laufenden Betrieb. Zum Schluss zeigen wir, wie Sie eine eigene Kostenrechnung aufbauen. Lizenzpreise nennen wir nur mit offizieller Quelle und Abrufdatum. Endsummen für ganze Projekte erfinden wir bewusst nicht, weil sie ohne Ihre Prozesse nichts aussagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Tarife: Odoo bietet „Eine App Gratis“ (0 €, eine App, unbegrenzte Benutzer), Standard (alle Apps, nur Odoo Online) und Custom (zusätzlich Odoo Studio, mehrere Firmen, externe API sowie Odoo.sh oder On-Premise).
- Listenpreise laut Odoo (abgerufen am 2. November 2026): Standard 24,90 € und Custom 44,90 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, bei monatlicher Zahlung 31,10 € beziehungsweise 56,90 €. Für die ersten 12 Monate wirbt Odoo mit einem Rabatt.
- Hosting entscheidet über Freiheitsgrade: Odoo Online ist im Abo enthalten, erlaubt aber keine eigenen Python-Module. Odoo.sh kostet zusätzlich, On-Premise verursacht eigene Infrastruktur- und Betriebskosten.
- Einführung ist der größte Hebel: Implementierungsleistungen, Datenmigration, Schnittstellen und Schulung sind in den Odoo-Preisen ausdrücklich nicht enthalten.
- Upgrades einplanen: Odoo erscheint jährlich in einer neuen Hauptversion. Eigene Module müssen bei jedem Versionswechsel angepasst werden.
- Rechnen statt schätzen: Mit einer einfachen Formel aus Nutzern, Tarif, Hosting, Projektaufwand und Betrieb erhalten Sie eine belastbare Gesamtkostenbetrachtung über mehrere Jahre.
Aktueller Stand: Odoo 20 und die Preislogik
Odoo S.A. veröffentlicht einmal im Jahr eine neue Hauptversion. Laut der offiziellen Support-Übersicht ist Odoo 20.0 im September 2026 erschienen, Odoo 19.0 im September 2025. Jede Hauptversion erhält drei Jahre Standard-Support. Danach gibt es kostenpflichtigen Extended Support, der auf Odoo.sh nur für einzelne Versionen und On-Premise für jede Version angeboten wird. Sicherheitsupdates liefert Odoo nur während des Standard-Supports. Für Odoo Online erscheinen zusätzlich alle zwei bis drei Monate Zwischenversionen, sogenannte SaaS-Versionen.
Für die Kostenplanung ist das relevant, weil die Version bestimmt, wie oft Sie Upgrades durchführen müssen und wie lange eine Installation mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Wer heute einführt, sollte auf der aktuellen Hauptversion starten und die nächsten Versionswechsel von Beginn an im Budget berücksichtigen.
Die Preislogik selbst ist einfach: Odoo rechnet die Enterprise-Lizenz als Abonnement pro Benutzer und Monat ab. Die Zahl der installierten Apps spielt in den Tarifen Standard und Custom keine Rolle, beide enthalten laut Odoo alle Apps zu einer festen Gebühr. Was Sie zahlen, hängt also vor allem von der Zahl der Benutzer, dem Tarif und der Zahlungsweise ab. Die quelloffene Community Edition ist lizenzkostenfrei, bringt aber deutlich weniger Funktionen mit. Den Unterschied erklären wir ausführlich im Beitrag Odoo Community vs. Enterprise.

Lizenzmodell: die drei Odoo-Tarife
Auf der deutschen Preisseite unterscheidet Odoo drei Tarife. Die folgenden Angaben stammen von odoo.com/de_DE/pricing, abgerufen am 2. November 2026. Ob die Beträge zuzüglich Umsatzsteuer gelten, sollten Sie im Bestellprozess prüfen, und auch die Preise selbst können sich ändern.
Eine App Gratis
Der kostenlose Tarif umfasst eine einzige App mit unbegrenzten Benutzern auf Odoo Online. Apps, die von der gewählten App technisch benötigt werden, sind ebenfalls kostenlos. Odoo nennt als Beispiel E-Commerce, das Website und Rechnungsstellung voraussetzt. Sobald Sie eine weitere App installieren, wechseln Sie in den Standard-Tarif. Wer Odoo Studio installiert oder weitere Firmen anlegt, landet laut Odoo automatisch im Custom-Tarif. Für ein ERP im Mittelstand ist „Eine App Gratis“ daher vor allem ein Testfeld oder ein Einstieg mit einem einzelnen Prozess, etwa dem CRM.
Standard
Der Standard-Tarif enthält alle Apps und läuft ausschließlich auf Odoo Online. Die Preisseite nennt 24,90 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher und 31,10 € bei monatlicher Zahlung. Zusätzlich zeigt Odoo einen reduzierten Einstiegspreis von 19,90 € bei jährlicher Zahlung. Laut Fußnote gilt der Rabatt 12 Monate für die anfänglich bestellten Nutzer. Für die Budgetplanung ab dem zweiten Jahr sollten Sie daher mit dem regulären Preis rechnen.
Wichtig ist, was Standard nicht enthält: eigene Python-Module, Odoo Studio, mehrere Firmen und die externe API. Unter externer API versteht Odoo Aufrufe fremder Software per JSON-RPC oder XML-RPC an Odoo. Integrationen, die Odoo selbst anstößt, etwa Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, VoIP oder Bankensynchronisation, gehören laut Preisseite zum Standard-Tarif.
Custom
Der Custom-Tarif kostet laut Preisseite 44,90 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher und 56,90 € bei monatlicher Zahlung, mit einem rabattierten Einstiegspreis von 35,90 € bei jährlicher Zahlung für die ersten 12 Monate. Dafür erhalten Sie zusätzlich Odoo Studio und KI-Agenten, mehrere Firmen, die externe API und die freie Wahl des Betriebsmodells: Odoo Online, Odoo.sh oder On-Premise. Die Hosting-Kosten für Odoo.sh sind nicht im Lizenzpreis enthalten.
Für viele Mittelständler ist Custom der realistische Tarif. Sobald ein Webshop wie Shopware, ein DMS oder eine Branchensoftware per API mit Odoo Daten austauscht, eigene Module nötig sind oder mehrere Gesellschaften in einer Datenbank geführt werden, reicht Standard nicht mehr aus.
Light-Benutzer und Zusatzkosten
Für Mitarbeitende, die nur eigene Abwesenheiten, Spesen, Anwesenheiten oder Beurteilungen verwalten, bietet Odoo Light-Benutzer zu 7,90 € pro Monat an. Als Light-Benutzer zählt laut Odoo auch jeder aktive Mitarbeiterdatensatz aus den Personal-Apps, der nicht mit einem aktiven Benutzerkonto verknüpft ist.
Nicht in den Tarifen enthalten sind laut Preisseite Guthaben für In-App-Käufe (IAP), etwa für SMS, Autovervollständigung von Kontakten, Lead-Generierung und KI-gestütztes Auslesen von Lieferantenrechnungen und Spesenbelegen. In den Release Notes zu Odoo 20 heißt es zudem, dass alle KI-Funktionen Guthaben voraussetzen, das über IAP gekauft wird. Bei hohem Belegvolumen kann diese Position spürbar werden.
| Tarif | Preis laut Odoo (pro Benutzer/Monat) | Apps | Betrieb | Wichtige Grenzen |
|---|---|---|---|---|
| Eine App Gratis | 0 € | eine App (plus abhängige Apps) | Odoo Online | weitere App führt zu Standard, Studio oder weitere Firma zu Custom |
| Standard | 24,90 € jährlich bzw. 31,10 € monatlich; Einstiegsrabatt 12 Monate | alle Apps | nur Odoo Online | keine eigenen Module, kein Studio, keine externe API, eine Firma |
| Custom | 44,90 € jährlich bzw. 56,90 € monatlich; Einstiegsrabatt 12 Monate | alle Apps | Odoo Online, Odoo.sh, On-Premise | Odoo.sh-Hosting kostet extra, Wartung eigenen Codes nicht enthalten |
Hosting: Odoo Online, Odoo.sh oder On-Premise
Das Betriebsmodell beeinflusst nicht nur die laufenden Kosten, sondern auch, was technisch möglich ist. Die drei Varianten im Überblick:
Odoo Online
Odoo Online ist das SaaS-Angebot des Herstellers. Hosting, Backups und Wartung sind laut Preisseite im Abo enthalten. Odoo Online ist für Datenbanken ohne benutzerdefinierte Module gedacht: Anpassungen sind über Konfiguration und im Custom-Tarif über Odoo Studio möglich, eigene Python-Module jedoch nicht. Zudem laufen Datenbanken auf Odoo Online in einem Rolling-Release-Prozess. Laut Upgrade-Dokumentation werden Zwischenversionen wenige Wochen nach Erscheinen der nächsten Version verpflichtend aktualisiert. Für den Betrieb bedeutet das geringe Fixkosten, aber regelmäßigen Testaufwand.
Odoo.sh
Odoo.sh ist die Plattform des Herstellers für Installationen mit eigenen Modulen. Sie bietet Git-Integration, Staging- und Entwicklungs-Branches, automatische Tests, Shell-Zugang und laut Odoo Backups auf drei Servern an unterschiedlichen Standorten. Abgerechnet wird nach Workern, Speicherplatz, Anzahl der Staging-Umgebungen und Hosting-Typ (Shared oder Dedicated). Die Odoo.sh-Preisseite stellt dafür einen Konfigurator bereit und weist ausdrücklich darauf hin, dass der Hosting-Preis die Enterprise-Lizenz nicht enthält. Konkrete Beträge entnehmen Sie bitte dem Konfigurator, sie hängen stark von Ihrer Last und Datenmenge ab.
On-Premise
Im Custom-Tarif dürfen Sie Odoo Enterprise auch auf eigenen Servern oder bei einem Hosting-Anbieter Ihrer Wahl betreiben, etwa in einem deutschen Rechenzentrum. Die Lizenz kostet dabei nicht mehr, dafür tragen Sie Server oder virtuelle Maschinen, PostgreSQL-Datenbank, Backups, Monitoring, Sicherheitsupdates und Administration selbst. Für die Community Edition ist On-Premise der übliche Weg. Hier entfallen die Lizenzkosten vollständig, Betrieb und Upgrades liegen aber vollständig bei Ihnen oder Ihrem Dienstleister.

Einführung und Implementierung
Odoo nennt auf der Preisseite ausdrücklich, was nicht im Abo enthalten ist: Implementierungsleistungen wie Projektmanagement, Anforderungsanalyse, Datenimport, Anpassungen, Entwicklungen und Training. Diese Position ist in den meisten Projekten der größte Einmalbetrag.
Success Packs oder Implementierungspartner
Odoo beschreibt zwei Wege. Kleinere Betriebe können laut Preisseite direkt mit Odoo über sogenannte Success Packs arbeiten, also vorab gekaufte Stundenkontingente, deren Umfang ein Projektkalkulator auf odoo.com abschätzt. Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden arbeiten nach Darstellung von Odoo meist mit einem Partner, der lokale Implementierungsleistungen erbringt, Unternehmen über 250 Mitarbeitende sollen Odoo direkt kontaktieren.
Was den Projektaufwand bestimmt
Der Aufwand hängt weniger von der Nutzerzahl ab als von der Komplexität Ihrer Abläufe. Die wichtigsten Treiber:
- Zahl der Prozesse und Apps: Vertrieb und Rechnungsstellung sind schneller eingeführt als Fertigung mit Stücklisten, Arbeitsplänen und Qualitätsprüfungen.
- Abweichungen vom Standard: Jede Sonderlogik, die Odoo nicht im Standard abbildet, kostet Konzeption, Entwicklung, Test und später Upgrade-Aufwand.
- Schnittstellen: Webshop, Marktplätze, Banken, DMS, Versand und Branchensoftware. Standardkonnektoren sind meist günstiger als individuelle Integrationen.
- Datenmigration: Menge, Qualität und Struktur der Altdaten aus Systemen wie Sage, Lexware, JTL-Wawi oder Excel.
- Buchhaltung und Steuerberatung: Kontenrahmen, Steuern, DATEV-Export und E-Rechnung müssen abgestimmt werden.
- Schulung und interne Zeit: Key-User-Workshops, Tests und Anwenderschulungen binden Ihre Mitarbeitenden.
Wie eine Einführung in der Praxis abläuft und welche Dauer realistisch ist, beschreiben wir im Leitfaden Odoo-Einführung im Mittelstand.
Module, Studio und Eigenentwicklung
Odoo lässt sich auf drei Ebenen erweitern, die sich in Kosten und Folgekosten deutlich unterscheiden:
- Konfiguration im Standard: Einstellungen, Workflows, Berichte und Vorlagen. Kein zusätzlicher Code, kaum Upgrade-Risiko.
- Odoo Studio: Zusätzliche Felder, Ansichten und einfache Automatisierungen ohne Programmierung. Studio ist im Custom-Tarif enthalten. Für einfache Anpassungen ist das günstig, komplexe Logik wird mit Studio jedoch schnell unübersichtlich.
- Eigene oder zugekaufte Module: Python-Module mit eigenen Modellen, Geschäftslogik und Oberflächen sowie Module aus dem Odoo Apps Store oder der Odoo Community Association (OCA). Sie benötigen Odoo.sh oder On-Premise und damit den Custom-Tarif oder die Community Edition.
Bei zugekauften Modulen fallen neben dem Kaufpreis oft Prüf- und Anpassungsaufwände an. Bei Eigenentwicklungen gilt: Die Wartung von benutzerdefiniertem Code ist laut Odoo nicht im Abo enthalten. Jedes eigene Modul muss bei einem Versionswechsel portiert und getestet werden. Je sauberer der Code, also per Vererbung statt durch Änderungen am Kern, desto kalkulierbarer bleibt dieser Aufwand.
Laufender Betrieb und Upgrades
Zu den laufenden Kosten gehören neben den Lizenzen das Hosting, die Administration, Support, Weiterentwicklung und Upgrades. Laut Preisseite umfasst das Odoo-Abo unbegrenzten E-Mail-Support von Montag bis Freitag in Englisch, Französisch, Spanisch oder Niederländisch sowie Upgrades ohne Zusatzkosten. Deutschsprachige Unterstützung bei Fachfragen, Anpassungen und Schulungen erhalten Sie in der Regel über einen Dienstleister.
Bei Upgrades übernimmt der Upgrade-Service von Odoo die Migration der Standarddaten. Die Upgrade-Dokumentation stellt jedoch klar: Eine Datenbank mit eigenen Modulen kann erst aktualisiert werden, wenn diese Module für die Zielversion verfügbar sind. Auf Odoo Online ist laut Dokumentation ein Upgrade von Hauptversionen alle zwei Jahre verpflichtend. Auf Odoo.sh bleiben nach Ende des dreijährigen Standard-Supports zwei weitere Jahre für das Upgrade. On-Premise können Sie zwar auf einer Version bleiben, erhalten nach dem Standard-Support aber keine Sicherheitsupdates mehr. Planen Sie realistisch mit einem Versionswechsel alle ein bis drei Jahre und kalkulieren Sie Testaufwand für Key-User ein.
Kostenbeispiele als Rechenlogik
Statt pauschaler Projektsummen zeigen wir, wie Sie Ihre Kosten selbst strukturiert berechnen. Die Lizenzanteile lassen sich aus den Listenpreisen ableiten, alle anderen Positionen müssen Sie mit Angeboten und eigenen Werten füllen.
Lizenzkosten berechnen
Die Formel für die jährlichen Lizenzkosten lautet: (Vollbenutzer × Preis pro Benutzer und Monat × 12) + (Light-Benutzer × 7,90 € × 12). Ein Rechenbeispiel nur für den Lizenzanteil: 20 Vollbenutzer im Standard-Tarif bei jährlicher Zahlung ergeben zum Listenpreis 20 × 24,90 € × 12 = 5.976 € pro Jahr. Im Custom-Tarif wären es 20 × 44,90 € × 12 = 10.776 € pro Jahr. Im ersten Jahr kann der Einstiegsrabatt den Betrag senken. Hinzu kommen gegebenenfalls Light-Benutzer, IAP-Guthaben und bei Odoo.sh die Hosting-Kosten.
Gesamtkosten über fünf Jahre
Für eine Investitionsentscheidung reicht die Lizenzrechnung nicht. Bewährt hat sich eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung (TCO) über fünf Jahre:
- Einmalig: Analyse und Konzeption + Konfiguration + Eigenentwicklung + Schnittstellen + Datenmigration + Schulung + interne Projektzeit
- Laufend pro Jahr: Lizenzen + Hosting (Odoo.sh oder eigene Infrastruktur) + IAP-Guthaben + Support und Administration + Weiterentwicklung
- Periodisch: Versionsupgrades inklusive Portierung eigener Module und Tests
Die Summe aus einmaligen Kosten, fünf Jahren laufender Kosten und den erwarteten Upgrades ergibt Ihre TCO.
Drei typische Szenarien
| Szenario | Typischer Tarif und Betrieb | Kostentreiber | Was Sie für die Rechnung erheben |
|---|---|---|---|
| Kleiner Dienstleister, Standardprozesse | Standard auf Odoo Online | Konfiguration, Datenübernahme, Schulung | Nutzerzahl, Zahl der Prozesse, Altdatenbestand |
| Händler mit Webshop | Custom auf Odoo Online oder Odoo.sh | Shop-Schnittstelle, Lager, Versand, DATEV | Artikel- und Auftragsvolumen, Shop-System, Sonderpreise |
| Fertiger mit Sonderprozessen | Custom auf Odoo.sh oder On-Premise | Eigenmodule, Fertigung, Migration, Upgrades | Zahl der Sonderlogiken, Schnittstellen, Hosting-Anforderungen |
Förderung für Odoo-Projekte
Für Digitalisierungsvorhaben im Mittelstand kommen je nach Bundesland und Vorhaben Förderprogramme infrage, häufig als zinsgünstige Darlehen. Auf Bundesebene bietet die KfW den ERP-Förderkredit Digitalisierung an. Voraussetzungen, Budgets und Fristen ändern sich regelmäßig, und in der Regel muss der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Eine Förderung können wir nicht zusichern. Welche Programme aktuell für Sie infrage kommen, prüfen wir gern gemeinsam. Mehr dazu auf unserer Seite zu Förderprogrammen.
FAQ zu den Kosten von Odoo
Was kostet Odoo pro Benutzer?
Laut Odoo-Preisseite (Abruf 2. November 2026) kostet der Standard-Tarif 24,90 € und der Custom-Tarif 44,90 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, bei monatlicher Zahlung 31,10 € beziehungsweise 56,90 €. Für die ersten 12 Monate gewährt Odoo einen Rabatt auf anfänglich bestellte Nutzer. Light-Benutzer kosten 7,90 € pro Monat. Prüfen Sie die aktuellen Preise vor Vertragsschluss.
Ist Odoo kostenlos?
Teilweise. Die Community Edition steht unter der Open-Source-Lizenz LGPLv3 und ist lizenzkostenfrei. Sie enthält aber unter anderem keine vollständige Finanzbuchhaltung und kein Studio. Zudem tragen Sie Hosting, Upgrades und Support selbst. Auf Odoo Online gibt es außerdem den Tarif „Eine App Gratis“ mit einer App und unbegrenzten Benutzern.
Brauche ich den Standard- oder den Custom-Tarif?
Standard genügt, wenn Sie Odoo Online ohne eigene Module, ohne Studio, mit einer Firma und ohne externe API-Zugriffe nutzen. Sobald ein Webshop, ein DMS oder eine andere Software per API zugreift, mehrere Gesellschaften geführt werden oder eigene Module nötig sind, benötigen Sie Custom.
Was ist in den Odoo-Preisen nicht enthalten?
Laut Odoo nicht enthalten sind Implementierungsleistungen, das Hosting auf Odoo.sh, Guthaben für In-App-Käufe wie SMS oder KI-Belegerkennung sowie die Wartung von benutzerdefiniertem Code. Hinzu kommen Ihre interne Projektzeit und gegebenenfalls Kosten für Drittanbieter-Module.
Wie teuer ist eine Odoo-Einführung?
Eine seriöse Zahl ist erst nach einer Analyse Ihrer Prozesse, Schnittstellen und Altdaten möglich. Der Aufwand hängt vor allem davon ab, wie stark Sie vom Standard abweichen und wie viele Systeme angebunden werden. Lassen Sie sich Angebote auf Basis derselben Anforderungsliste erstellen, damit sie vergleichbar sind.
Unterstützung durch Webect
Die Webect Digital Group aus Winnenden bei Stuttgart begleitet mittelständische Unternehmen als herstellerunabhängige Odoo Agentur von der Kostenplanung bis zum Betrieb:
- Analyse und Kostenrahmen: Aufnahme von Prozessen, Schnittstellen und Altdaten, Empfehlung zu Edition, Tarif und Betriebsmodell sowie transparente Aufstellung aller Kostenbausteine.
- Festpreis nach Konzept: Nach der Konzeptphase erhalten Sie ein verbindliches Angebot mit Zeitplan und offen benannten Risiken.
- Umsetzung: Konfiguration, Modulentwicklung in Python, Schnittstellen und Datenmigration in 2-Wochen-Sprints.
- Betrieb und Upgrades: Hosting auf Odoo.sh oder On-Premise, Support und eine Roadmap für künftige Versionswechsel.
Mehr zum Vorgehen finden Sie auf unserer Seite zur Odoo ERP Einführung. Sie möchten wissen, mit welchem Budget Sie rechnen sollten? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.
Quellen
- Odoo: Preise (de_DE), abgerufen am 2. November 2026
- Odoo.sh: Pricing
- Odoo Dokumentation: Standard and extended support
- Odoo Dokumentation: Upgrade
- Odoo: Odoo 20 Release Notes
- Odoo: Community vs. Enterprise Editionen
- KfW: ERP-Förderkredit Digitalisierung (511, 512)
Stand: 2. November 2026. Alle Herstellerangaben ohne Gewähr. Bitte prüfen Sie Preise, Tarifbedingungen und Fördervoraussetzungen vor Entscheidungen direkt bei Odoo S.A. beziehungsweise beim Fördergeber.